Luftaufnahme der Novion-Baustelle in Geisenfeld
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Fallstudie · Novion · Betreutes Wohnen

Ein Haus für das Alter – gesteuert von drei statt zehn Köpfen.

Wie der Bauträger Novion ein Projekt mit 54 altersgerechten Wohneinheiten über rund vier Jahre mit einem Bruchteil des branchenüblichen Steuerungsaufwands führt – und warum der Hebel nicht in mehr Personal liegt, sondern in der Koordination dazwischen.

3 statt 10

Interne Steuerungs-Köpfe

54

Altersgerechte Wohneinheiten

~4 Jahre

Projektlaufzeit

mehrere 100

Koordinierte Angebote

Wer Novion ist

Altersgerechtes Bauen ist die Königsdisziplin im Wohnbau.

Novion ist ein Bauträger aus Geisenfeld im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Das Unternehmen baut betreutes Wohnen – Wohnraum für Menschen, die im Alter selbstbestimmt leben wollen, mit der Gewissheit, dass im Hintergrund alles trägt. Das aktuelle Projekt im Ortskern umfasst 54 Einheiten.

Hier genügt es nicht, dass ein Grundriss aufgeht. Schwellenfreiheit, Türbreiten, Bewegungsflächen, sensorische Leitsysteme – jedes Detail entscheidet darüber, ob ein Mensch seine Wohnung ohne fremde Hilfe nutzen kann. Die maßgebliche Norm DIN 18040-2 schreibt genau das vor. Wo öffentliche Fördermittel im Spiel sind, kann ihre Einhaltung zur Bedingung der Förderung werden. Ein Fehler kostet hier also nicht nur Geld – er kostet die Förderfähigkeit und am Ende die Eignung für genau den Menschen, für den gebaut wird.

Gleichzeitig wächst die Nachfrage: Der demografische Wandel macht altersgerechten Wohnraum zu einem der drängendsten Themen im deutschen Wohnbau. Wer hier sauber liefert, baut nicht nur Wohnungen, sondern Verantwortung.

Innenansicht des Bestands vor dem Umbau – entkernt
Innenhof des Bestandsgebäudes vor dem Umbau

Der Bestand vor dem Umbau – entkernt und neu gedacht. Hinter jeder Wand steckt Substanz, die geprüft, erhalten oder ersetzt werden muss.

Das Problem

Ein Projekt, das eigentlich zehn Köpfe braucht.

Ein Bauträgerprojekt dieser Größe ist kein einzelnes Gewerk, das man bestellt. Es ist ein bewegliches Geflecht. Rund 30 Gewerke und Planungsbeteiligte greifen ineinander – vom Archäologen, der vor dem ersten Spatenstich den Boden prüft, über Statik, Brandschutz und Denkmalschutz bis zu Aufzug, Notrufanlage und Außenanlage.

Die Branche kalkuliert für ein solches Vorhaben rund zehn Steuerungs-Funktionen: Projektleitung, Bauleitung, Termin- und Kostensteuerung, Rechnungsprüfung, Vergabe, Nachtragsmanagement, Dokumentation, Disposition und Käuferbetreuung. Bei Novion teilen sich diese Last drei Projektleiter mit unterschiedlichen Schwerpunkten – Bau und Technik, Kaufmännisches, Koordination.

Möglich wird das nicht durch längere Arbeitstage. Möglich wird es durch eine Automatisierungs-Schicht, die genau die Routine übernimmt, die sonst Köpfe bindet.

Was drei Köpfe überblicken

Rund 30 Gewerke und Planungsbeteiligte, koordiniert über eine zentrale Stelle.

Planung & Genehmigung

  • · Architekt
  • · Statiker
  • · TGA-Planer
  • · Brandschutz
  • · Vermesser
  • · Baugrund
  • · Archäologie
  • · Denkmalschutz

Rohbau

  • · Gründung
  • · Erdarbeiten
  • · Beton/Stahlbeton
  • · Maurer
  • · Dachdecker
  • · Zimmerer
  • · Gerüst
  • · Abdichtung

Ausbau

  • · Fenster
  • · Estrich
  • · Trockenbau
  • · Putz
  • · Fliesen
  • · Boden
  • · Maler
  • · Schreiner
  • · Metallbau

Haustechnik

  • · Heizung
  • · Sanitär
  • · Lüftung
  • · Außen
  • · Außenanlagen
  • · Pflaster/Wege
  • · Zaun
  • · Elektro
  • · Aufzug
  • · Notruf-/Rufanlage

↓ Projektsteuerer

Beispiel aus dem Alltag

Der Anruf, der früher eine Woche kostete.

Ein Beispiel, das jeder am Bau kennt. Ein Elektriker meldet sich – einen Tag vor seinem dreitägigen Einsatz. Personalausfall im Team, der Termin verschiebt sich.

Früher begann damit Handarbeit. Ein Projektleiter ging jeden Kalender einzeln durch, suchte für jedes abhängige Gewerk einen neuen Slot, rief an, schrieb E-Mails, bestätigte Termine, rechnete die Folgeverschiebungen über Wochen und Monate neu und pflegte den Projektplan von Hand nach. Mehrere Tage Koordination – pro Vorfall. Und solche Vorfälle gab es mehrmals im Monat.

Vorher · Manuell

  1. 01Elektriker meldet Verschiebung
  2. 02Projektleiter geht jeden Kalender einzeln durch
  3. 03Sucht neuen Slot für jedes abhängige Gewerk
  4. 04Telefonate, E-Mails, Bestätigungen einsammeln
  5. 05Folgeverschiebungen über Monate neu rechnen
  6. 06Projektplan von Hand nachpflegen

≈ mehrere Tage · pro Vorfall

Nachher · Automatisiert

  1. 01Verschiebung wird genau einmal erfasst
  2. 02System erkennt abhängige Gewerke automatisch
  3. 03Benachrichtigung geht strukturiert raus
  4. 04Neue Terminbestätigungen werden eingesammelt
  5. 05Projektplan schreibt sich selbst fort
  6. 06Projektleiter ist nicht gebunden

✓ Minuten · ein einziger Vorgang

Ein Gewerk fällt aus: links der manuelle Prozess über Tage, rechts der automatisierte in Minuten.

Drei Use Cases im Detail

Wo die Automatisierungs-Schicht greift.

01

Ein Projekt, das sich selbst dokumentiert

Das Problem

Über vier Jahre sammeln sich auf einer Baustelle tausende E-Mails, Telefonate, Zusagen und Halbsätze. Wer hat was wann zugesagt? Der Projektstand lebte früher in Köpfen, Postfächern und Notizzetteln – und musste vor jeder Entscheidung mühsam zusammengesucht werden.

Die Lösung

Alle E-Mails laufen koordiniert über einen zentralen Projektordner ein und werden dem Vorgang zugeordnet. Jedes relevante Telefonat wird transkribiert und dokumentiert, statt im Gedächtnis zu verdampfen. Die Geschäftsführung kann jederzeit Notizen direkt ins System geben. So entsteht laufend und ohne Zusatzaufwand ein vollständiges Projektgedächtnis.

Das Ergebnis

Der Projektstand ist jederzeit transparent – ohne dass ihn jemand erst rekonstruieren muss. Entscheidungen fallen auf Faktenbasis, nicht auf Erinnerung.

02

Gewerke, die sich selbst nachsteuern

Das Problem

Bauprojekte laufen selten pünktlich – das ist die Regel, nicht die Ausnahme. Fällt ein Gewerk aus, kippt die ganze Abfolge dahinter. Die Neuplanung war der teuerste Routinevorgang im Projekt: mehrere Tage Koordination, mehrmals im Monat.

Die Lösung

Eine Verschiebung wird genau einmal erfasst. Das System erkennt die abhängigen Gewerke, benachrichtigt sie automatisch, sammelt neue Terminbestätigungen strukturiert ein und schreibt den Projektplan fort. Aus einer Kettenreaktion von Telefonaten wird ein einziger Vorgang.

Das Ergebnis

Aus mehreren Tagen werden Minuten – ohne dass ein Projektleiter dafür gebunden ist. Die Reaktionsgeschwindigkeit auf Störungen wird vom Engpass zum Selbstläufer.

03

Kosten und Liquidität in einem Bild

Das Problem

Über rund 30 Gewerke verteilen sich mehrere hundert Angebote, Nachträge und Rechnungen. Vergleichbarkeit herzustellen – welches Angebot deckt welche Leistung, was bedeutet eine Verschiebung für den Mittelabfluss – war manuelle Excel-Archäologie.

Die Lösung

Alle Angebote werden gematcht und vergleichbar gemacht. Sämtliche Kosten und Liquiditätspunkte laufen in einem zentralen Dashboard zusammen. Verschiebt sich ein Gewerk, verschiebt sich auch das Kostenbild – sichtbar, nicht versteckt.

Das Ergebnis

Statt nachträglicher Rekonstruktion ein laufendes Echtzeit-Bild der Projektökonomie. Die Geschäftsführung entscheidet auf Zahlen, die schon da sind.

Aktuelle Bauphase mit Baukran
Die aktuelle Bauphase – Handwerk in Sterneklasse, koordiniert im Hintergrund.

Was dieses Projekt zeigt

Personal ist im Bau nicht skalierbar – Koordination schon.

Der Engpass eines Bauprojekts ist selten die Arbeit am Material. Es ist der Überblick: wer wann was zugesagt hat, was eine Verschiebung auslöst, wo das Geld steht. Genau dieser Überblick band früher Köpfe – und Köpfe lassen sich nicht beliebig vermehren, schon gar nicht im Fachkräftemangel des Baus.

Zwei Prinzipien tragen den Fall:

Prinzip 1

Automatisierung ersetzt nicht die Menschen am Bau, sondern die Routine zwischen ihnen.

Die drei Projektleiter wurden nicht überflüssig – sie wurden von der Koordinationslast befreit, die ihre eigentliche Arbeit erstickt hätte.

Prinzip 2

Der Hebel liegt dort, wo Aufwand sich wiederholt.

Ein Reschedule, ein Angebotsvergleich, eine Statusabfrage – jede dieser Routinen kam vielfach vor. Genau das macht sie zum lohnendsten Ansatzpunkt für Automatisierung.

Übertragen heißt das: Wer wächst, muss nicht zwangsläufig Köpfe nachstellen. Oft liegt der nächste Skalierungsschritt nicht in mehr Personal, sondern darin, die Koordination zwischen den vorhandenen Köpfen zu automatisieren.

Wer wir sind

Wir bauen keine Folien, sondern Systeme.

elvys ist ein AI-Engineering-Partner für den Mittelstand. Wir bauen Automatisierungen, die in bestehende Abläufe greifen und messbar Zeit, Geld oder Kapazität freisetzen. Wir arbeiten an den Prozessen, die sich wiederholen und Köpfe binden, und machen sie selbststeuernd.

Wie bei Novion: Der Anspruch ist nicht das schönste Dashboard, sondern der Vorgang, der ohne Mensch zuverlässig läuft.

45 Minuten · Kostenlos

Wir bauen einen deiner Prozesse nach und zeigen dir, wo AI ihn 3–10× schneller macht.

Du zeigst uns deinen Prozess, der Zeit, Geld oder Kunden kostet. Wir analysieren ihn live, identifizieren die Hebel und zeigen dir, wie der gleiche Prozess mit AI aussehen würde.

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